Den Handballern des SV 08 Auerbach steht an diesem Donnerstag eines der größten Ereignisse ihrer bisherigen Karriere bevor. Die Füchse Berlin, Deutscher Pokalsieger 2014, tritt gegen die Oberpfälzer zu einem Freundschaftsspiel in der Helmut-Ott-Halle an. Anpfiff der Partie ist um 19:00 Uhr, ab 17:00 Uhr stehen die Spieler des Hauptstadt-Clubs für Autogramme zur Verfügung.

 

Es ist soweit. Die Handballer des SV 08 Auerbach treten an diesem Donnerstag in einem Vorbereitungsspiel auf die neue Saison gegen den Deutschen Pokalsieger und letztjährigen Tabellen-Fünften der DKB-Handball-Bundesliga an. Im Rahmen der über das gesamte Jahr verteilten Feierlichkeiten zur 700 Jahrfeier der Stadt Auerbach beteiligt sich die Handballsparte des Vereins mit Handball der Extraklasse. Das Team um Spielertrainer Tobias Wannenmacher empfängt die Füchse Berlin, eine Mannschaft gespickt mit nationalen und internationalen Stars der Handballszene.

 

Silvio Heinevetter, Iker Romero, Konstantin Igropulo, Jesper Nielsen, Mattias Zachrisson, Pavel Horak und Petr Stochl, klangvolle Namen, die man sonst nur in den Medien zu hören bekommt. Einzig Spielmacher Bartolmiej Jazka wird nicht dabei sein, er musste sich einer Schulteroperation unterziehen und fällt voraussichtlich die gesamte Hinrunde aus. Doch die Füchse wären nicht die Füchse, wenn sie nicht kurzfristig hochwertigen Ersatz gefunden hätten. Mit dem Serben Petar Nenadic verpflichtete man einen weiteren Nationalspieler und schloss so die entstandene Lücke. Neben Jazka muss Trainer Dagur Sigurdsson (41) lediglich auf die beiden deutschen Jugend-Nationalspieler Fabian Wiede und Paul Drux verzichten, sie nehmen derzeit an der Jugend-Europameisterschaft in Österreich teil.

 

„Wir bereiten dieses Event bereits seit Wochen vor“ erklärte Manager Peter Hackenberg und lobte gleichzeitig sein eingespieltes Team an Helfern. „Es ist schon ein Vorteil, dass unser Helferteam in den letzten Jahren bereits einige Erfahrung mit größeren Zuschauermengen sammeln konnte.“ Dennoch gab und gibt es diesmal etwas mehr an Vorbereitungen zu bewerkstelligen. So wird es vor dem Spiel ab 17:00 Uhr eine Autogrammstunde der Füchse geben, es soll vor und in der Halle bewirtet werden, das Fernsehen hat sich angekündigt und es gibt eine Tombola mit drei äußerst interessanten Gewinnen. Erster Preis ist ein von allen Berliner Spielern unterschriebenes Trikot, der zweite Preis ist ein Ball mit allen Autogrammen und als dritter Preis winkt eine Dauerkarte für die kommende Bayernligasaison. Die Lose kosten jeweils 1,- Euro, die Gewinner wird Ali Weihermüller voraussichtlich am Ende der Pause bekannt geben. Für jeden, der die Dauerkarte nicht gewinnt, aber dennoch eine haben möchte, hat Peter Hackenberg eine gute Nachricht. „Die Dauerkarten für die neue Saison sind bereits fertig und können erstmals beim Füchse-Spiel gekauft werden.“ Zudem gab er auch bekannt, dass noch etwa 80 Stehplatz-Karten für das Spiel selbst an der Abendkasse in der Halle zur Verfügung stehen. „Wir erwarten etwa 800 Zuschauer, alle Sitzplätze sind besetzt, aber es gibt noch einige Karten für Stehplätze.“

 

Tobias Wannenmacher erhofft sich von der Partie vor allem Spielpraxis für sein Team. Nachdem die Oberpfälzer am vergangenen Sonntag in einem hochkarätig besetzten Turnier in Fürstenfeldbruck den zweiten Platz hinter den Gastgebern errangen, stehen sie nun einem völlig anderen Kaliber gegenüber. „Die Füchse haben am 14.07. erst mit der Vorbereitung begonnen und es muss sich zeigen, ob sie ihre Abstimmung und die Abläufe bereits wieder drauf haben. Allerdings sind sie professionell genug und uns gegenüber in allen Belangen überlegen. Ich denke, dass jedes Ergebnis mit weniger als 15 Toren Unterschied als herausragender Erfolg zu werten wäre. Egal wie das Spiel ausgeht, gegen solch einen Gegner antreten zu dürfen kann nur ein Erlebnis sein.“ Dabei erwartet er sich vermutlich dennoch, dass es ihm mit seinem Team gelingt, auch gegen den Pokalsieger guten Handball zu zeigen und ganz nebenbei die in den beiden ersten Testspielen erreichte durchschnittliche Torausbeute der Füchse wieder unter 50 zu drücken.

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